Meine Sonne

ch hab mich in den Traum geweint,
weil mir der Frühling nicht erschien,
und weil mir keine Sonne scheint
und  unter ihr nicht Blumen blühn.

Kein blauer Himmel über mir,
kein lauer Windhauch um mich her,
verzweifele im Traum noch schier,
ich wein und weine noch viel mehr.

Da weckst du mich mit sanfter Hand,
du fragst mich: „Warum weinst du, Lieber?“
Da habe ich es dir bekannt:
„Der Frühling zog an uns vorüber!“

Du bargst mich dann in deinem Arm,
im Dunkel tausend Blüten sprossen,
du meine Sonne hieltst mich warm,
so hab den Frühling ich genossen.

                                                     Copyright by  Heino Suess 04/12