Mütter Oma-Opa


Mütter sind für mich die größte
existier´nde Wunder Welt.
Und noch keiner wirklich löste
mir dies Rätsel, das sich stellt.

Schon, dass sie die Kinder schenken,
seis im Frieden oder Krieg;
weiter geht’s, ganz  ohn  Bedenken,
jedes ist ein neuer Sieg

über Furcht und arge Zweifel,
wie´s  wohl weiter gehen mag,
gottseidank kann hier kein Teufel
uns verfinstern Jahr und Tag!

Kinder sollen ewig leben,
Oma-Opa  würden´s   gern.
Was sie liebend Enkeln geben
ist der Ewigkeit nie fern...

©  Heino Suess  01/12

 

ls Bezug zu meinem Gedicht lest doch bitte:

„Der goldene Ball

Was auch an Liebe mir vom Vater ward,
ich hab's ihm nicht vergolten,
denn ich habe als Kind noch nicht gekannt
den Wert der Gabe und ward als Mann
dem Manne gleich und hart.
Nun wächst ein Sohn mir auf,
so heiß geliebt wie keiner,
daran ein Vaterherz gehangen,
und ich vergelte, was ich einst empfangen,
an dem, der mir's nicht gab - und wiedergibt.
Denn wenn er Mann ist und wie Männer denkt,
wird er wie ich die eignen Wege gehen,
sehnsüchtig werde ich, doch neidlos sehen,
wenn er, was mir gebührt, dem Enkel schenkt.
Weithin im Saal der Zeiten
sieht mein Blick dem Spiel des Lebens zu,
gefasst und heiter,
den goldnen Ball wirft jeder lächelnd weiter, -
und keiner gab den goldnen Ball zurück!"

Börries von Münchhausen*

*= kein unprobl. Dichter (s. Wikipedia)
Marcel Reich-Ranicki nahm 2005 trotzdem zwei Gedichte Münchhausens in seine Anthologie Der Kanon, Band 5 auf.