Künstlerpech


Ein Künstler sitzt gefrustet still
an seinem Tisch darauf Papier.
Er möchte, möglichst jetzt und hier,
Gedichte Schreiben, mit plaisir,
doch nichts klappt derzeit wie er will.

Er denkt, als er am Tische hockt,
sehr lange Zeit bei Nacht und Tage:
es muß gelingen, keine Frage
denn sonst wird´s Dichten mir zur Plage
am End´  hab ich´s mir selbst verbockt.

Es will dem Künstler nicht gelingen...
-so sehr er sich Gedanken macht
sich dauernd sagt s´wär doch gelacht,
wenn ich´s nicht schaff´ bis kurz vor acht-
...heut´ etwas  auf´s Papier zu bringen.

Er findet´s raus zu später Stund:
Sein Weib, an dem er doch so hing
das kürzlich jedoch fremd ihm ging
war Rückgab´-Grund für seinen Ring
und auch weil´s jetzt nicht läuft so rund.

Der Künstler hörte auf zu dichten
er nahm sich Farbe ging dann zum Papier
malt bunte Striche, kleckste dort und hier
vollendet sein Geamtswerk nachts um vier.
....Auch Maler wurde er Mitnichten.

Egal was  jeder Künstler zu Papier gebracht...
Gelingen kann´s nur dem, der es mit Freuden macht.