Bei Oberkötters - 1. Advent

Lisbeth hat heute etwas Außergewöhnliches gemacht:  Nichts.  Es ist Sonntag, der erste Adventsonntag. Sie aufgestanden  und sitzt  mit einer Tasse Tee  vor dem Küchenfenster. Es ist 8 Uhr, grau…  Regen….  Die Fenster sind leicht beschlagen und Lisbeth sinniert….  Weder hat sie den Kaffeetisch gedeckt noch ist der Kaffee gekocht.  Lisbeth hat sich heute entschieden Tee zu trinken. Für sich. Ganz allein für sich.

Paul steht wie immer um diese Zeit auf, und geht ins Bad.  Irgendetwas stört auch ihn an diesem Morgen. Irgendwas ist anders. Gut es ist Sonntag, aber es scheint, als fehle  etwas. Paul duscht sich, putzt sich wie jeden Morgen akribisch die Zähne,  nur rasieren wird er sich heute nicht. Paul rasiert sich nie sonntags. Das ist sein Tag,  der Tag an dem er einfach mal gar nichts tut. An allen Tagen macht er nichts. Sonntags macht Paul gar nichts.

Gar nichts heißt nicht, dass Paul die oberste Stufe des Nichtstuns erreicht hätte. Das wäre dann überhaupt gar nichts. Das sonntägliche „Gar Nichts“ unterscheidet sich von  allen anderen Nichts-Tagen dadurch, dass Paul sich selbst das Zubereiten des Brötchens verbietet. Am 7. Tag sollst Du ruhen, so steht es schon in der Bibel. Und daran hält Paul sich. Unbewusst zwar, aber immerhin. In dieser Hinsicht ist Paul bibelfest.

Nachdem er sich frisch gemacht und seinen Sonntagmorgenbolleranzug angezogen hat, setzt er sich an den Kuchentisch. Paul greift  neben sich um die Sonntagszeitung zur Hand zu nehmen, doch leider  greift  er ins Leere.
Paul tastet mit der Hand die Stelle auf der Eckbank (wo die Zeitung zu liegen hat)  großräumig ab, sie könnte ja verrutscht sein. Nichts. Nun wird Paul ärgerlich und stellt seiner  ihm gegenübersitzenden Lisbeth die Frage:

Wo isse?
…………….
Wo iss meine Zeitung?
……………
Lisbeth die Zeitung!!
……………
Watt is datten?
…………..
Lisbeth wo is mein Kaffe?
Dat heisst ersma Guten Moagn und dann heisst datt Kaffee!  Kaffee, Kaffee, Kaffee……    wenne noch einma Kaffe sachs, bring ich Dich um
Guten Moagn. Wo issa?
……………..
Reehdesse  nich  mehr mit mich?   Hallo?.....  warrum iss der Kaffe oh….  Ääh der Kaffee nich fertich?... Datt  gannzze Früüschtück iss nich da. Watt iss datten?
Wie,  watt iss datten?   Datt Früüschtück iss nich fertich weilet  nich fertich  iss!
Datt is  keine Antwoat
Doch isset….  Noch klaahra geehtet nich,
Spinnzze ? Ich happ Dir watt gefraacht.
Und ich happ Dich watt gesacht. Datt waa ne klaahre Antwoat.
Watt soll der Kwatsch? Bisse am Streiken? Habbich Dich watt getaan? Warrum fasausse mich den Sonntach?
Erstens Nee, zweitens fasuat hasse Dich den selba,  und drittens issdatt  näähmlich au  mein Sonntach.
Watt soll datten gezz?
Du hass mich drei Fraagn gestellt und hass drei Antwoatn  gekricht.
Sach gezz nicht, dattat waah iss. Datt iss ne  Kattastroohfe. Ich will mein Kaffe….   mein Kaffee.
Den wiehrsse dann woohl selba kochn müssn.
Ich mach  mich doch mein Kaffe nich  selba.
Da hasset schon widda gesacht.  Ich bring  Dir wiehrklich  iehrgendswann um. Abba  ich happ da heute watt inne Zeitung vonn gestan geleehsn: Watte ma ich leehs Dich datt ma vohr.  Hier  schteeht: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun!" iehrgendsein Moliere hattat ma  gesacht!   Wenne Dich Dein  Kaffee also nich selba machs, bisse dann selba dran Schuld.  Wennich datt gezz richtich übbasezzt happ.
Der hattat  beschtimmt gannz  andas gemaint. Bisse gezz bei die Fillosoofen geganng?
Der hattat so gemaint wie ichet  gemaint happ. Also kannze Dich  Dein Kaffee in Zukunft selba kochn.
Da hatta abba nix von Früüschtück gesacht.
Da hatta allet mit gemaint.  Also kannzze Dich Deine Brötchens  au selba schmiehrn .  Schteht  allet in Kühlschrank.  Die  Brötchens  kannzze Dich  aufbacken.
Wie sollich datten machn?
Gannz einfach, wie ich datt imma gemacht happ.
Kannich nich.
Dann musse nache Vau Haa Ess. Die hamm datt Programm für nächstes  Jaah schon geschickt. Iss gestann gekomm.
Davon habbich abba gezz keine Brötchens..
Dann kannzze die Wuuhrst ausse Hand essn, die Mammelaade kannzze aussn  Glas löffln und wie´n  Ei gekocht wird, kannze Dich villeicht  voohrstelln.
Ein Ei ohne Brötchen schmeckt nich.
Du brauchs  Dich ja keins kochn.
Sach ma,  watt willze eingslich?
Ich?....  ich will nix…  ich will nur meine Ruue.
Und ich will mein Früüschtück.
Dann wissen wa ja gezz beide wasswa wolln woll.  Kannz ja inne Schtatt geehn fürn Früüschtück.
Gut,  dann marrich datt gezz…..   Eimaa in Ruue  Früüschtücken.
Watte ich komm mit.
Warrum?
Bein gutes Früüschtück  kannze bessa bessa diskutiehrn als wenne Kooldammf hass. Ich happ da nämlich noch meehr geleehsn  …  könn wa ja ma drübba fillosofiehrn.
Ja klaa ich happ da auch ein guutn Spruch neulich gelesen:
Man vargisst villeicht, wo man die Friedensfeiffe vargraben hat, abba nich, wo datt BEIL licht! " hehe! Datt iss von den Mark Twäin…  datt habbich mich soffort germerkt.  Brauchsse nichma übbasezzn. Könn wa ja ma drübba reedn woll.

Lisbeth hat heute etwas Außergewöhnliches gemacht:  Nichts.  Es ist Sonntag, der erste Adventsonntag. Sie aufgestanden  und sitzt  mit einer Tasse Tee  vor dem Küchenfenster. Es ist 8 Uhr, grau…  Regen….  Die Fenster sind leicht beschlagen und Lisbeth sinniert….  Weder hat sie den Kaffeetisch gedeckt noch ist der Kaffee gekocht.  Lisbeth hat sich heute entschieden Tee zu trinken. Für sich. Ganz allein für sich.

 

Paul steht wie immer um diese Zeit auf, und geht ins Bad.  Irgendetwas stört auch ihn an diesem Morgen. Irgendwas ist anders. Gut es ist Sonntag, aber es scheint, als fehle  etwas. Paul duscht sich, putzt sich wie jeden Morgen akribisch die Zähne,  nur rasieren wird er sich heute nicht. Paul rasiert sich nie sonntags. Das ist sein Tag,  der Tag an dem er einfach mal gar nichts tut. An allen Tagen macht er nichts. Sonntags macht Paul gar nichts.

 

Gar nichts heißt nicht, dass Paul die oberste Stufe des Nichtstuns erreicht hätte. Das wäre dann überhaupt gar nichts. Das sonntägliche „Gar Nichts“ unterscheidet sich von  allen anderen Nichts-Tagen dadurch, dass Paul sich selbst das Zubereiten des Brötchens verbietet. Am 7. Tag sollst Du ruhen, so steht es schon in der Bibel. Und daran hält Paul sich. Unbewusst zwar, aber immerhin. In dieser Hinsicht ist Paul bibelfest.

 

Nachdem er sich frisch gemacht und seinen Sonntagmorgenbolleranzug angezogen hat, setzt er sich an den Kuchentisch. Paul greift  neben sich um die Sonntagszeitung zur Hand zu nehmen, doch leider  greift  er ins Leere.

Paul tastet mit der Hand die Stelle auf der Eckbank (wo die Zeitung zu liegen hat)  großräumig ab, sie könnte ja verrutscht sein. Nichts. Nun wird Paul ärgerlich und stellt seiner  ihm gegenübersitzenden Lisbeth die Frage:

 

Wo isse?

…………….

Wo iss meine Zeitung?

……………

Lisbeth die Zeitung!!

……………

Watt is datten?

…………..

Lisbeth wo is mein Kaffe?

Dat heisst ersma Guten Moagn und dann heisst datt Kaffee!  Kaffee, Kaffee, Kaffee……    wenne noch einma Kaffe sachs, bring ich Dich um

Guten Moagn. Wo issa?

……………..

Reehdesse  nich  mehr mit mich?   Hallo?.....  warrum iss der Kaffe oh….  Ääh der Kaffee nich fertich?... Datt  gannzze Früüschtück iss nich da. Watt iss datten?

Wie,  watt iss datten?    Datt Früüschtück iss nich fertich weilet  nich fertich  iss!

Datt is  keine Antwoat

Doch isset….  Noch klaahra geehtet nich,

Spinnzze ? Ich happ Dir watt gefraacht.

Und ich happ Dich watt gesacht. Datt waa ne klaahre Antwoat.

Watt soll der Kwatsch? Bisse am Streiken? Habbich Dich watt getaan? Warrum fasausse mich den Sonntach?

Erstens Nee, zweitens fasuat hasse Dich den selba,  und drittens issdatt  näähmlich au  mein Sonntach.

Watt soll datten gezz?

Du hass mich drei Fraagn gestellt und hass drei Antwoatn  gekricht.

Sach gezz nicht, dattat waar iss. Datt iss ne  Kattastroohfe. Ich will mein Kaffe….   mein Kaffee.

Den wiehrsse dann woohl selba kochn müssn.

Ich mach  mich doch mein Kaffe nich  selba.

Da hasset schon widda gesacht.  Ich bring  Dir wiehrklich  iehrgendswann um. Abba  ich happ da heute watt inne Zeitung vonn gestan geleehsn: Watte ma ich leehs Dich datt ma vohr.  Hier  schteeht: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun!" iehrgendsein Moliere hattat ma  gesacht!   Wenne Dich Dein  Kaffee also nich selba machs, bisse dann selba dran Schuld.  Wennich datt gezz richtich übbasezzt happ.
Der hattat  gannz  andas gemaint. Bisse gezz bei die Fillosoofen geganng? 
Der hattat so gemaint wie ichet  gemaint happ. Also kannze Dich  Dein Kaffee in Zukunft selba kochn.
Da hatta abba nix von Früüschtück gesacht.
Da hatta allet mit gemaint.  Also kannzze Dich Deine Brötchens  au selba schmiehrn .  Schteht  allet in Kühlschrank.  Die Brötchens  kannzze Dich  aufbacken.
Wie sollich datten machn?
Gannz einfach, wie ich datt imma gemacht happ. 
Kannich nich.
Dann musse nache Vau haa ess. Die hamm datt Programm für nächstes  Jaah schon geschickt. Iss gestann gekomm.
Davon habbich abba gezz keine Brötchens..
Dann kannzze die Wuuhrst ausse Hand essn, die Mammelaade kannzze aussn  Glas löffln und wie´n  Ei gekocht wird, kannze Dich villeicht  voohrstelln. 
Ein Ei ohne Brötchen schmeckt nich.
Du brauchs  Dich ja keins kochn.
Sach ma,  watt willze eingslich?
Ich?....  ich will nix…  ich will nur meine Ruue.
Und ich will mein Früüschtück.
Dann wissen wa ja gezz beide wasswa wolln woll.  Kannz ja inne Schtadt geehn fürn Früüschtück.
Gut,  dann marrich datt gezz…..   Eimaa in Ruue  Früüschtücken.
Watte ich komm mit.
Warrum?
Bein gutes Früüschtück  kannze bessa bessa diskutieh rals wenne Kooldammf hass. Ich happ da nämlich noch meehr geleehsn    könn wa ja ma drübba fillosofiehrn.
Ja klaa ich happ da auch ein guutn Spruch neulich gelesen:
Man vargisst villeicht, wo man die Friedensfeiffe vargraben hat, abba nich, wo datt BEIL licht! " Lach! Datt iss von den Mark Twäin…  datt habbich mich soffort germerkt.  Brauchsse nichma übbasezzn. Könn wa ja ma drübba reedn woll.