Eklat

Ein Mensch hat ein Gedicht verfasst,
worauf kein gutes Urteil passt.
So schreibt er weiter, ein zwei Wochen,
fängt ganz allmählich an zu kochen,
denn niemand seiner Dichtkollegen
hat ihm ein "gut gereimt"  gegeben.
Er schreibt, wenngleich er sichs verscherzt
nun selbst Comments, die sehr beherzt
ja, man kann sagen voller Kraft,
sehr Rüpel- und auch Flegelhaft.
Hat zwar durch Worte, nicht sehr bieder
nun seinen Seelenfrieden wieder
und schrieb kurz drauf "das wollt ich nicht"
doch er verlor so sein Gesicht.
Man sollte wen, den man nicht kennt
und trotzdem laut "nen Spinner" nennt
zwar kritisieren wenn man mag.
Doch leg' Respekt man an den Tag.
Denn sonst kommts meißtens ebenda
zum Supergau sprich: zum Eklat.

 


 ©  Horst Fleitmann 02/2015