Mein Sohn

Lang ist es her, mein Sohn, wie hatt´ ich Dich ersehnet,
als dann, tief in der Nacht, die dunkle Stund´ begann.
Ich lag wohl wach als mir ein leiser Hauch  begegnet
mit diesem sich, ganz leis, ein Unheil kündigt  an.

Du warst nach vielen Stunden Kampf verloren,
Die Tränen die wir weinten in der Nacht,
weil Du, mein Sohn, zu früh... und tot geboren
die haben mich so sehr Dir nah gebracht.

Seit diesem Tag, mein Sohn, bist Du  in meinem Herzen,
mit Dir sprech ich an jedem neuen Tag.
Du strahlst in mir wie goldner Staub in hellen Kerzen.
Ach wie ich das Gespräch mit Dir so mag.

Ich gab an jenem Tag Dir einen Namen
bewahre ihn in meinem Herzen gut.
Nur jene Menschen haben ihn erfahren
die ich, wie Dich so mag..... wie gut das tut.

Lass uns, wie ich mit diesen lieben Wesen
die ich, wie Dich, sehr liebe unentwegt,
fortan im Buch des Lebens weiterlesen.
Bis unsre Seele sich zu Dir bewegt

 

 

Anmerkungen  zum Gedicht:

Dieses Gedicht widme ich meinem Sohn der am 1. 11. 1990 an Allerheiligen tot zur Welt kam.... meinen anderen drei Söhnen, die ich ebenso liebe und einem Menschen, der weiß, dass wir als eine Seele einst gemeinsam weiterleben werden..... nachdem wir von dieser Welt gegangen sind.....

Was hoffentlich noch sehr lange dauert....