Der eingebildete Kranke

Herr Knecht fühlt montags beim Erwachen:

der Magen wird wohl ärger machen.

Selbst unter´m Scheitel, welch ein Schreck,

geht dieses Kopfweh nicht mehr weg.


Der Gaumen klebt, die Nase Juckt,

ja selbst der Darm, er zwickt und muckt.

Die Nerven liegen zudem blank.

Kurzum Herr Knecht wirkt wahrlich krank.


Der Gang zum Arzt bleibt jetzt nicht aus.

Fünf Tage bleibt Herr Knecht zu Haus.

Viel Schlaf, das könnte grad so passen.

Ein Hoch den deutschen Krankenkassen. 


Am Freitag wirkt Herr Knecht gesund.

Nichts zwickt und klebt in Kopf und Mund.

Magen und Darm sind generiert,

auch Fuß und Hand gut manikürt.


So geht es dann ins Wochenende.

Das Kranksein findet jeh´ ein Ende.

Bis dann der Sonntag Abend naht

und dieser Schmerz nun wieder plagt.


Am Montag reichlich in der Früh

zwickts hier und dort, man glaubt´s nicht wie.

Herr Knecht ist wieder mal soweit,

der Arzt steht für den Check bereit.


Der meint, dass man´s nicht ändern kann.

es wird schon aufhör´n irgendwann.

Bis Freitag schreib ich Sie noch krank.

Die Kasse zahlt´s ja, Gott sei Dank.