Vereinsmeier

Zählt man zu Gründern von Vereinen,
ob bei den großen oder kleinen,
bist Du zunächst recht gern gesehn.
Man ist ja obendrein Mäzen.

Zunächst wird, wie man´s immer macht
dir herzlich ins Gesicht gelacht.
Auch Hände werden viel gereicht
man nie von Deiner Seite weicht.

Man steht sehr gerne in der Sonne
und zeigt sich im Verein mit Wonne.
Alleine schon die Mitgliedschaft
bekundet das man Gutes schafft.

Bei Zeiten sich dann leider zeigt
daß mancher zu der Ansicht neigt.
Sie  müssen mehr im Lichte stehn
damit viel andere sie sehn.

Die, die erst später zugestoßen
gehören nunmehr zu den großen.
Auch, den Erfolg, grad im sozialen
den schreibt man sich auf eigne Fahnen.

Gar mit der Zeit schaart man um sich
viel Helfer mit dem Namen "Ich".
Sie kennen, um nur selbst zu glänzen
absolut keine  Anstandsgrenzen.

Die Gründer, wie könnt´s anders sein,
die sich geschunden im Verein,
die jede freie Stund und Tag,
ganz plötzlich niemand mehr so mag.

Man mobbt sie hier, spricht schlecht mal dort
bis sie dann schließ- und endlich fort.
Und im  Verein?....  Zuerst noch munter
geht´s ständig drüber dann und drunter.

Nur Häuptlinge gibts dann zumal.
Die Krieger? Nur noch klein an Zahl.
Die Kasse ist auch schnell ganz leer,
Vereinsbetrieb, den gibts nicht mehr.

Am Schluss wird der Verein geschlossen.
Die "Ich-AG´s" ganz unverdrossen,
sie treten, wie soll´s anders sein,
in einen and´ren Verein ein.

Die Meierei in den Vereinen
sie ist doch vielen Menschen eigen.
Wie schön könnt´ es doch wirklich sein,
gäbs nur noch Helfer im Verein.