Benehmen ist keine Glücksache

Vier Männer, allesamt „von Welt“
Die würden gern als „Speise Gäste“
gut essen. Es wird jetzt bestellt
nichts einfaches, nur´s  Allerbeste.

Glatt zehn Minuten wartet jeder
Im ersten Haus am Platz zu ordern.
Der Ober sieht zum Tisch nicht rüber
Weil andre Gäste ihn noch fordern.

Die Herren Geldsack, Möchtegern,
sind hungrig  und sie dürsten auch
denn alle vier die hätten gern
ein Bier bestellt und was für´n Bauch.

Das Restaurant ist gut besucht
von Ärzten, Künstlern, reichen Leuten
Kurz: Menschen, die recht, gut betucht,
selten von bildungsfernen Leuten.

Die Herrenrunde wird "gewöhnlich"
beäugt auch von den andren Gästen
der Saalchef bittet höchst persönlich
die Herren jetzt, zu geh´n am Besten.

Die Neureichs, denen das wie Gift
weil nie gehört und ungeheuer
ins Fleisch der Geldsack-Ehre trifft
gehen und droh´n: "das kommgt Sie teuer".
 
Kann sein, sagt da der Saalchef leise
ist froh, weil sie nun endlich fort
Hier wird gespeist auf andre Weise
Verdrückt sich noch ein böses Wort.

Die Neureich´s   sind nun endlich weg.
Im „Restaurant“ an andrer Stelle,
bestell´ n sie  Pommes und Big Mac
und Hähnchenschenkel ohne Pelle.

Drum merke lieber Les- und Hör/er
das Geld allein, das reicht nicht aus.
benehmen kann sich halt nicht jeder.
Nur, wer´s erlernt hat...  von klein auf.

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