Dichtentzug

Ein  Mann, der ständig dichten tut
verbreitet oftmals mächtig Wut,
bei denen die ihm nahe stehn
und lieber woll´n spazieren geh´n.


Klein gibt er eines Tages bei,
die Dichtkunst wird ihm einerlei.
Er geht mit Frau und Hund zum Park.
Der Frau´s Gewissen plagt nun arg.


Weil er ließ von der einz´gen Freud,
hat sie ihr Schimpfen schon bereut.
Sie will wieder nach Hause gehen
und ihren Manne glücklich sehen.


Denn dieser schaut nun ganz verdrossen.
Doch ist ihm ins Gehirn geschossen,
ein Vers..... gekommen, jetzt und hier
der dringend muss auf das Papier.


Das Utensil ist noch weit fort.
So sucht er schnell nach einem Ort
wo selbiges Papier auf Rolle
nun zweckentfremdet werden solle.


Ein guter Dichter, der recht helle,
weiß sich zu helfen auf die Schnelle.
Die Frau hingegen hört sich fragen
das schlägt ihm doch nicht auf den Magen?


Nachdem er ´s stille Haus im Guten
verlassen hat nach 5 Minuten,
meint seine Frau nun lieb und heiter,
komm lass uns gehen, dichte weiter.


Der Dicht-Entzug der war nur kurz.
Nicht länger als ein (D)dichter Furz.