Wenn Köche saufen

Ich hab´s gesehen, Sonntag noch
im Restaurant "Kehr ein",
saß morgens schon des Hauses Koch
bis oben hin voll Wein.

Ein leeres Glas, verachtete
der Koch  aus Südermeer.
Nach vollem Glas er trachtete
doch trank er´s ständig leer.

Um zu verstehn, was dieser Koch
so trieb mit gutem Weine,
tat ichs ihm gleich, trank noch und noch
dann zogs mir weg die Beine.

Man trug den Koch und später mich
hinaus ans frische Lüftchen.
Dann gabs hernach beim Mittagstisch
nur Quarkspeise mit Früchtchen.

Nun die Moral von dem Gedicht:
Wo Köche kochen und nicht saufen
nur dort wird Gutes aufgetischt
auch kann der Gast dort besser laufen.