Ein Wort an alle


Ich weiß nicht, wie Sie als Leser darüber denken und ich möchte auch Ihre Meinung zu diesem Thema nicht beeinflussen, obwohl dies in gewisser Weise ja bereits mit dem Lesen dieses Beitrages geschieht.
Deshalb seien Sie gewiss:  es ist nicht beabsichtigt Sie zu manipulieren, zu verärgern oder eben zu beeinflussen, vielmehr möchte ich Sie zum Nachdenken anregen.  Vielleicht festigt oder bestätigt das Geschriebene Ihre Meinung. Möglich ist auch, dass das Gegenteil bewirkt wird. Jedenfalls ist dies meine, in nunmehr über 60 Jahren gewachsene Erkenntnis zum Thema Glauben und Gott.
Gott ist nicht eine reale Person, obwohl man Gott zu jeder Sekunde anrufen kann.
Gott ist nicht als Mensch zu erkennen, obwohl er (oder sie) alltäglich immer gegenwärtig ist.
Gott kann man nicht hören, obwohl die Stimme in uns nichts anderes ist,  als das Wort Gottes.
Gott ist eigentlich alles, was Sie sehen, was Sie hören, was Sie fühlen, also ist Gott auch in uns selbst, also sind wir ein Teil Gottes, denn er hat uns ja erschaffen. Er hat uns nicht so erschaffen wie ein Bildhauer, der eine Skulptur nach einer Vorlage erbaut.
Das Alte Testament, immerhin  Grundlage der drei großen Weltreligionen sagt, dass Gott uns nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Er hat uns erschaffen als hörendes, sehendes fühlendes, riechendes, wissendes  und sprechendes Wesen.
All das ist Gott. Mit einem kleinen Unterschied: Gott ist Allwissend, Gott hört alles, sieht alles, fühlt alles, riecht alles und spricht alle Sprachen die je ein Wesen oder eine Pflanze zu sprechen in der Lage ist. Im Gegensatz zu uns. Wir sind auf das beschränkt, auf das wir reduziert sind. Unsere dreidimensionale Welt erlaubt es uns nicht, mehr Fähigkeiten zu entwickeln als uns gegeben ist. Obwohl wir nur einen Bruchteil unseres Gehirns nutzen, haben wir derzeit nicht die Möglichkeit, mehr als das was wir derzeit können, zu tun. Es braucht auch nicht mehr.
Wer Ohren hat zu hören, der höre, wer Augen hat zu sehen, der sehe.
Was ist um uns herum?  Licht, Luft, Wasser, Land,  andere Wesen, Pflanzen, Fische, Gestirne, also schlicht und einfach Natur.
Wir sind ein Teil der Natur. Wir sind die Natur  aber innerhalb der Natur sind wir die einzige Spezies, die diese Natur  unablässig missbraucht, ja vernichtet. Ob wissentlich oder unwissentlich.
Wenige Menschen haben erkannt, dass wir nichts anderes sind als ein Wimpernaschlag in der Ewigkeit. Seit wann gibt es uns?  Man kann es nicht genau sagen. Wie lange gibt es uns noch?  Auch das ist ungewiss.  Solange wir Menschen nicht anfangen und vor allem dauerhaft zu lieben, die Natur, also uns selbst und unsere Mitmenschen zu achten, uns selbst im Sinne der Natur weiter zu entwickeln, also unseren Kindern diese Werte nicht vorenthalten, wird der Mensch irgendwann von dieser Erde verschwunden sein und in irgendeiner anderen Lebensform zurückkommen in der er sich zu beweisen hat.
Einige der sogenannten Naturreligionen (wir haben doch nur diese eine Natur, also  eigentlich auch nur einen Glauben) lehrt uns, dass wir mehrfach diese Erde betreten um irgendwann als erlöste Wesen rein und frei auf ewig leben zu können.  Ich denke, auf ewig leben, das wird uns nicht erspart bleiben. Nur das Wie,   das bestimmen wir letztendlich wir selbst.
Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, so wie der kleine Felix Finkbeiner den Kampf gegen die vermeintlichen Windmühlenflügel aufgebaut hat und in der Welt herumreist um alle Menschen zu inspirieren in seinem Leben 150 Bäume zu pflanzen. Sein hehrer Vorsatz hat Erfolg und wird auch weiter erfolgreich bleiben, ist aber auch nur ein Tropfen auf dem schon so oft zitierten „heißen Stein“.
Wenn jeder Mensch, ausnahmslos jeder Mensch versuchen würde nur einen einzigen andern Menschen täglich mit irgendetwas zu erfreuen, sei es mit einem lieben Blick, einer nettes Geste, einem lieben Wort, dann haben wir, wenn es nur zehn % tatsächlich tun, irgendwann jeden Menschen glücklich gemacht. Warum fangen wir nicht einfach damit an?  Es kann doch nicht so schwer sein, den nächsten Menschen den Sie begegnen einmal nett anzulächeln.
OK das wäre dann schon mal ein Anfang….  Und wenn sich das herumspricht, dann können wir so viel erreichen. Versuchen Sie es einmal.