Vom Sterben und Erben

    Ein Mensch, allein über Jahrzehnte,
    der niemals mit dem Hinweis quälte
    wie einsam er als Mensch doch lebt
    weil sich rein gar nichts um ihn regt,

    merkt, daß nun Zeit zum Sterben wäre
    erweist sich selbst drum letzte Ehre,
    bevor der Mensch, stets unberingt,
    auf Sensenmannes Schüppe springt.

    Als dann bekannt, des Menschen Sterben,
    beweinten dies recht viele Erben.
    Er selber lacht wohl, ganz im Stillen
    als man verlas, den letzten Willen.

    Denn alles was der Mensch besessen
    wird jetzt von Katz und Hund gefressen.
    Es freute sich die Tierheim-Leitung
    die sich bedankte in der Zeitung.

    Wenn Menschen einsam sind gestorben,

    wurd manche Erbschaft schon verdorben
    "Ihr habt", sagen die schlauen Alten,
    "mein Erbgut bei Geburt erhalten".