Himmlische Heilung

Schweißnass und in tiefer Nacht
ist ein Mensch mal aufgewacht.
Seine Krankheit ließ ihn doch
fallen in ein dunkles Loch.
 
Gleich, ob Tage, Monat oder Jahre
jeder kommt mal auf die Bahre
Doch warum ausgerechnet ich,
denkt er, tief traurig, so für sich.
 
Hab mich doch niemals ganz verbraucht,
ich trank doch nicht, hab nicht geraucht.
Auch vorsorgliche Untersuchung
war wichtiger als Urlaubsbuchung.
 
Warum also, fragt er sich wieder,
kommt nun der Tod auf mich hernieder.
Kann er nicht etwas später kommen?
Denkt dieser Mensch doch sehr beklommen.
 
Er schlief dann trotzdem wieder ein.
Im Traum kam ihm sein Engelein
Es flüstert leise ihm ins Ohr:
komm mit, wir geh´n zum Himmelstor.
 
Da plötzlich konnt´ er wieder lachen
gar mit dem Engel Späße machen.
Er fand es schön, oben im Himmel.
Wollt nicht zurück ins Weltgewimmel.
 
Doch Gott schickte, nicht ohne Grund,
zurück ihn, heim ins Erdenrund.
Du darfst, ermahnt ihn Gott noch weiter,
erst wieder auf die Himmelsleiter,
 
wenn Du mit Dir im Reinen bist.
Drum wird verlängert Deine Frist.
Und bitte, mahnte Gott dann noch
komm erst heraus aus Deinem Loch.
 
Der Mensch nahm sich des Rates an
die Krankheit ging dann irgendwann.
Ohne Gebrechen, schon seit langem,
sieht man ihn stets mit roten Wangen.
 
Der Mensch, ist ständig jetzt auf Reisen,
Dankt Gott auf ganz besond´re Weisen
Gar vielen Menschen tut er kund:
„Durch Gottes Wort, wurd´ ich gesund“.

 

8 - 2008 Horst Fleitmann