Leben wir schon?

Ist sie vorbei, wenn wir gestorben sind, die schöne Zeit?
Oder kommt dann, wenn wir im Grabe sind der Höhepunkt?
Wenn wir dereinst zu unsren Vord´ren zieh´n, zur Ewigkeit
hört´s auf oder fängt´s an, das Sein, auf uns´rem Erdengrund?
 
Ist es die Stille die uns umgibt wenn er barmherzig naht...
der Tod? Oder Posaunen, die gar freudig uns begrüßen?
Es ist ein schmaler, steiler, gewiss ein unwegsamer Grat,
auf dem wir uns schlussendlich doch für eins entscheiden müssen
 
Leben wir schon? Sind wir, unwissentlich, vielleicht noch tot?
Und leben erst wenn wir zum Schluss die Augen schließen?
Mancher ist krank, lebt ohne Liebe und in großer Not
und möchte sich, am liebsten heute noch,  erschießen.
 
Doch der Gedanke daran was nun ist, was kommen mag
ob wir nur übergänglich hier verweilen oder endlich,
er nagt an uns, zerfrisst uns innerlich an jedem Tag.
Zermartert uns, macht uns ob dererlei Gedanken ängstlich.
 
Ich glaube einfach nur... ich glaube an ein ewig Leben.
Egal was kommen wird, egal was mir noch widerfährt.
Der Herrgott droben hat mir Mut und Zuversicht gegeben,
er hat bis hierher mich behütet, hat mich auch genährt.
 
Sind wir doch froh, dass wir gar fröhlich hier gewandelt
und danken Gott für jeden Tag den er uns neu geschenkt
Und glauben an den Gott, der uns gerecht behandelt
und danken auch dafür daß man an uns zurück noch denkt.
 
Frag nicht wie viele Tage oder Jahre
wir hier noch sind in dieser Form des Lebens.
Freue Dich, sei Mensch, bis hin zur Totenbahre
willst Du ergründen Gott, tust Du´s vergebens.