Seelenwanderungen

Ein Mensch, genügsam, fröhlich, heiter

lebt sittsam und in gerader  Bahn,

stört sich an nichts, lebt artig weiter,

wie er es immer schon getan.

 

Da wird, er kann es erst nicht glauben

sein andres Ich in ihm aktiv.

Des öft´ren tut´s den Schlaf ihm rauben.

Dies andre Ich sitzt ziemlich tief.

 

Nicht das es peinlich wär, gar lästig,

es tut nicht weh, es kost´ kein Geld.

Es überkommt ihn aber mächtig….

…das andre Ich, das ihm gefällt.

 

Es sagt das andre Ich nun häufig,

es hätt´ bereits sehr oft gelebt

und das, was wenigen geläufig,

es nunmehr zur Vollendung strebt.

 

Der Mensch betrachtet nun sein Leben

Sieht rings herum viel Freunde gar,

die ihm Zuwendung, Liebe geben

die vorher nie er wurd´ gewahr.

 

Das andre ich, das ewig währte,

das immer lebt auch wenn er stirbt

es zeigt ihm, seine Weggefährten

und das die Seele nie verdirbt.

 

Er hat Kontakt mit neuen Lieben

sie waren Schwester mal, mal Kind.

Die jedes Leben bei ihm blieben

und auch im Jetzt noch bei ihm sind.

 

Egal ob Krankheit Glück ob Not,

ganz gleich was man durchleben muss.

Es gibt ihn nicht, den ew´gen Tod

er ist nicht der finale  Schluss.

 

Jedwede Seele kehrt nur heim

wenn unsre Zeit beendet ist.

Wie kann es denn auch anders sein?

Gott kennt kein Ende, keine Frist!