Chanel No. 5


Der Mensch an sich, ist wehr- und machtlos
wenn ihn sein Weib mit Fragen quält
die übergehn´ möcht er gern achtlos,
unmöglich, falls die Frau sie stellt.

Die möchte jetzt, oh´n wenn und aber
erfahr´n wo nachts er abgeblieben
Und bittet ihn nun: kein „Gelaber“
denn immerhin war´s schon halb sieben.

Schon lang riecht er nach Düften häufig
die Damen pflegen nur zu tragen.
Dem Menschen war´s wohl nicht geläufig,
das Frauen gute Nasen haben.

Schon gar die eigne Frau, ganz sicher,
erkennt sofort am Männerduft
über den Frauen-Fremdgeh-Riecher:
war bei ´ner anderen, der Schuft.

Er kam des Nachts vom Zechgelage
mit seinen Freunden aus der Stadt
Um´s  zu vertuschen, ohne Frage
hat er sich parfümiert ganz satt.

Er war umsonst der Frauen-Kummer
das ist jetzt wahr und auch belegt
Von dem Chanel mit dieser Nummer
hat er ´ne Hand voll aufgelegt

Fortan einigt man sich für immer
und das wird auch das Beste sein,
man nimmt getrennte Badezimmer.
Dann macht er sich mit Seife fein

Nun darf er ausgeh´n wann und wo
kann saufen auch soviel er kann
Man geht ja dann getrennt auf´s Klo
und ihr Chanel bleibt ihres dann.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0