Frühlingsdichter

Nun kommt die Zeit, wo alles keimt,

und mancher ausdrückt sich, gereimt.

Doch was gedanklich, kurz vorher,

im Vers gepresst, ist dann nachher

als Frühlingslyrik, sprich: Gedichte,

kaum aufgeschrieben, schon Geschichte.

 

Ein Mensch der dichtend auf- sich -reibt,

die Finger quasi wund sich schreibt,

erhält "trotz" Quantität der Werke

kein gutes Urteil. Darum merke:

Ob Dichterin oder auch Dichter,

erst im Nirwana, dichten's nicht mehr.

 

Ganz gleich, wer, was, wo, wie bedichtet,

ob hoch oder gering gewichtet,

dem Autor selbst, bereitet's Spass,

zu Dichten über dies und das.

Auch, wenn kein Meister in ihm wohnt..

...wenn's Dich erfreut, hat's sich gelohnt.

 

 

© Horst Fleitmann 03/2015

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