Frühlingsgefühle

Ein Mensch spaziert, am Feiertag,

rund um den Teich, mit Hund, im Park.

Sieht freundlich einem Erpel nach,

der grad' wohl, aus dem Schlafgemach,

dass er sich mit dem Weibchen teilte,

zurück ins Wasser hurtig eilte.

 

Da streift des Menschen Frühlings-Blick

ein Schwanenpaar das voller Glück,

die Hälse umeinander schlingend,

nach neuer Kraft und Luft wohl ringend,

ähnliches, wie das Entenpaar,

erlebte, im Gebüsch fürwahr.

 

Der Hund des Menschen dachte sich

Die haben's gut... warum nicht ich?

Wär jetzt, so denkt der Rüde weiter,

ein Rasse-Weibchen hier, würd's heiter.

Ganz ohne Leine, nur wir zwei.

Ich tät's sofort... ohwei ohwei.

 

Der Weg zurück, führt durch den Wald.

Da sehen Mensch und Hund alsbald 

ein Laubfrosch-Pärchen, das vergnügt

die Liebe, an und für sich, übt.

Das Herrchen lenkt, weil man hier stört,

den Hund vorbei, was sich gehört.

 

Der Mensch, der hier den Frühling fühlt,

wirkt, wie der Hund, recht aufgewühlt.

Die Paarungszeit am Teich im Wald,

ließ Hund und Mensch zuerst nicht kalt.

Als man sich heimwärts dann bewegt,

hat sich das doch sehr schnell gelegt.

 

Fazit:

Und stellt sich Frühlingsfühlen ein,

macht das nur Sinn, ist man zu zwei'n.

Ist Mensch mit Hund allein Zuhaus,

stellt man's Gefühl wohl besser aus.

 

©  Horst Fleitmann 12/2016