Schwere(lose) Liebe

Ein Mensch, der eine Frau belebte
die schon im siebten Himmel schwebte
und die sich dann, allein gebracht
in einen Himmel Nummer acht,

den niemand vor ihr je betrat
egal ob jung oder betagt
den auch der Mensch noch niemals sah
dem wurde plötz- und gänzlich klar,

dass er, der Mensch, mit dieser Frau
(er merkte es erst spät genau),
ein Leben lang wollt´glücklich sein,
doch fast fiel es zu spät ihm ein.

Die Frau im Himmel acht indessen
die würd den Menschen gern vergessen.
Doch dieser Wunsch beim Vorsatz blieb,
sie hatte jenen Menschen lieb.

Und er, der Mensch, dem dies geschah
und der wahrhaft kein Unmensch war
besann sich spät, doch er besann
was auch nicht jeder Mensch so kann.

Er dachte hin und dachte her
weil: sie verlangt von ihm Gewähr
dass, falls man sich nun doch mal traf
gar nichts passieren kann und darf.

Der Mensch und sie, einigten sich
das man wie sonst getrennt vom Tisch
natürlich auch vom Bett und mehr
so weiterlebt als wie bisher.

Man schrieb sich hier, man spach sich dort
mal war er hier, mal war er fort
konnt sein auch, dass man lange Zeit
nichts hörte von ihm, weit und breit.

Dann fingt die Frau zu grübeln an
und zweifelt an dem Menschen-Mann.
Sie dacht: vielleicht, er macht ne Sause...
dabei saß er bei sich zu Hause.

Und überlegte ob´s sich lohnte
das man zu zweit zusammen wohnte.
Doch der Gedanke war nicht lang
denn sofort wurd´s ihm dabei bang.

Er sagte sich, in diesem Leben
da werde ich mir selber geben
was ich nur gerne mag. Und heiter
lebt er sein Leben liebend weiter.

Doch wollte er nicht liebend leiden
verschob daher, sich zu entscheiden.
Liebt weiter, wie seit langen Jahren,
gradlinig, ehrlich, und erfahren.

Dacht sich mal hierhin und mal dort
war heute hier und morgen fort
ist stets sein eigner Herr geblieben
bis schließlich er ward hingeschieden.

Aus seinem Grabstein sah man stehen
für alle sichtbar, die dort gehen:
ich liebte lang und liebte seelig
und davon Leute nicht zu wenig.

Und späterhin liebte der Schlingel
die Frau im All, im achten Himmel.
Er hat zu  Lebzeit schon gedacht,
daß schwerlos lieben Spass wohl macht.

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