Seelenabwasch

 

Ein Mensch hat eine schwarze Seele,

voll Schuld und Sünd´und andren Sachen.

Drum ruft  er stumm,  aus voller Kehle,
Gott mög´  die Seele reine machen.

Der hört den stummen Schrei alsbald,
wäscht sie gut durch,  des Menschen Seele.

Die , noch  leicht  feucht vom Abwasch (kalt)
und  weil sie ihn so nass nur quäle,

hängt er dann auf, zum Trocknen,  an die Leine.
Der Mensch beobachtet den Trocknungs-Zauber.

Dort bleibt sie,  bis zur nächsten Sünde,  reine.
Dann ruft er wieder,  lieber Gott, mach sauber.

 

 

© Horst Fleitmann  6/2013

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