Alles nur eine Frage des Wetters

Ich treffe häufig, so auch gestern,
von einem Freund die beiden Schwestern.
Man weiß, es haben grade sie,
kein Zeitgefühl. Doch davon viel.

Sogleich fangen sie an zu klagen
sie könnten es nicht mehr ertragen,
wie´s Wetter heute anzuschauen.
Ob´s nicht für mich wär´ auch ein Grauen.

Genervt ob der geistreichen Frage
sag ich, dass nicht viel Zeit ich habe
Da man mich schon in einer Stunde,
erwarte in festlicher Runde.

Sie überhörten dies gekonnt,
erzählten mir wo Herbert wohnt,
dass Klärchen jüngst verstorben wär
und dies und das, und vieles mehr.

Um zu entkommen stieg ich dann
ganz schnell in eine Straßenbahn.
Ich sagte, nähme ich die Nächste
käme zu spät ich zu dem Feste.

Die Bahn fährt los, ich atme auf
dann nimmt das Unheil seinen Lauf.
Als hätt ich´s mir nicht fast gedacht.
Der Mensch mir gegenüber lacht.

Wie geht’s Dir alter Schwerenöter?
Im Folgesatz sprach er vom Wetter?
Der Spruch kam bei mir kaum noch an.
Schon war ich raus aus dieser Bahn.

Am Taxisplatz stand dann mein Vetter
wollt´ meine Meinung zu dem Wetter.
Auch wenn die Lust mir fast verhangen,
bin ich zu Fuß zum Fest gegangen.

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