Der Tesastreifen

 

Heut morgen, will zur Tasse greifen,

da trau ich meinen Augen kaum,

klebt vor mir so ein Tesastreifen

er haftet frech am Gummibaum.

 

Was macht er dort, am grünen Blatte,

das frag ich mich (grad so beim Trinken).

Weil jener Baum nie Klebstoff hatte...

(Im Garten hört man laut die Finken).

 

Der Tesastreifen sieht mich grübeln.

Auf einmal fängt er an zu sprechen...

„Will Dir den Tag ja nicht verübeln,

doch heut, will ich mein Schweigen brechen !“

 

„Was sagt man dazu... darf man fragen,

was treibt dich auf die Gummipflanze?“

Das frag ich ihn (mich drückt der Magen)

und breche hier wohl eine Lanze...

 

„Wir beide, Gummibaum und ich,

wir waren schon so lang allein...

Da dachte jeder (so für sich)

damit muss mal ein Ende sein.

 

So hat verändert sich mein Leben.

Fast unzertrennlich, seit dem Tage

blieb ich an jenem Bäumchen kleben

(Verbesserung der Lebenslage).“

 

Nun saß ich da, nur noch am Staunen.

So einen Quatsch (ich war verstört)

hab ich – bei allen schlimmen Launen –

mein lieber Scholli... nie gehört...

 

So werd ich schließlich deshalb passen.

Ich check das Ganze einfach nicht.

Das Trinken werd ich künftig lassen

(das ist doch wirklich nicht zu fassen)

 

den Gummibaum stell ich ins Licht

unglaublich... denk ich armer Wicht...

 

(kennst du ´nen Tesafilm, der spricht...?)

 

© kh. 13.04.2012