Das Maskottchen

 

Ein Herr warf vieles über Bord
was er bisher in seinem Leben
beachtete in einem fort.
Es hatte ihm nichts mehr gegeben.

 

Da war zuerst das Lebensziel
das irgendwie, aus seiner Sicht
verloren ging als er tief fiel.
Das Ziel beschreiben, konnt‘ er nicht.

 

Sein Glaube kam zum alten Eisen
landete folglich auf dem Schrott,
denn niemand konnte ihm beweisen
dass es ihn wirklich gab, den Gott.

 

Geht Jahre später zu dem Berg
um vielleicht etwas noch zu brauchen,
findet nach dem  getan’nem  Werk
den Gott zurück, will ihn verkaufen.

 

Er walzt ihn platt zum großen Blech
und stanzt daraus ganz viele Gottchen,
verkauft sie teuer und kackfrech
als unverzichtbare Maskottchen.

 

So gab der Blechgott diesem Herrn
viel Sicherheit und auch Gewinn,
und er erzählt es jedem gern:
„So ein Maskottchen macht schon Sinn“

 

© Horst Fleitmann 2018