Ein Gedicht von einem Gedicht

Ganz egal wie's Dichten geht.
Wenn man sich darauf versteht
dass sich reimt so manche Zeile
freut man sich ne kurze Weile.

Fehlt dabei auch Mal der Sinn
schreibt man's trotzdem hurtig hin.
Vers auf Vers wird produziert
ohne dass man sich geniert.

Für mein solches Dichterleben
will ich hier ein Beispiel geben.
Ich lass mal dahingestellt
ob es wirklich wem gefällt:

......

Achtung, welch ein Hochgenuss,
Hier kommt endlich mein Erguss:

Parallel, (für meine Nichten),
werd ich einen Gruß vernichten
der auf meinem Teller stirbt
und die Tagesschau verdirbt.

Will's jetzt etwas übertreiben:
Seh mein Rad Kartoffeln reiben
die als Füllung für die Berge
auch geeignet sind für Zwerge.

Darum stech' ich ungelogen
In das Eisen, das gebogen
sich um meinen Apfel wickelt
der sich unverdaut zerstückelt.

.....

So, jetzt hab ich übertrieben,
reichlich dummes Zeug geschrieben.
Dümmer geht es nicht, wahrscheinlich,
Hauptsache  ist doch: Es reimt sich.

 

© Horst Fleitmann, 2017