Die Pille danach

Die „Pille danach“…

 

Am ersten Weihnachtsfeiertag 06 besorgte ich für Adele in der Sonntags-Dienst-Apotheke ein Medikament gegen ihren Husten.

Die Apotheke war stark frequentiert und so waren 5 Kunden vor mir im Verkaufsraum.

Es dauerte ein Weilchen, bis ich dran war. Als der Kunde vor mir bezahlt hatte, klingelte das Telefon des Apothekers. Ehe er mich bediente, ging er dran:

 

„Messe Apotheke, guten Abend!?“ Danach lauschte er ein wenig.

„Ja, wir sind die ganze Nacht über dienstbereit!“  Nach einer Weile:

„Was, die „Pille danach“? - Habe ich hier, ich bitte Sie aber, nach Möglichkeit bald zu kommen und nicht gerade gegen vier Uhr früh!“ und dann:

„Nein, ich kann sie Ihnen nicht vorbeibringen, ich bin hier alleine und muss ja die Apotheke besetzt halten!“ und:

„Haben Sie denn ein Rezept, weil ich solche Medikamente nicht ohne ärztliche Anweisung herausgeben darf!?“

„Nein, einen Arzt müssen Sie schon selbst aufsuchen!“ dann:

Was, es eilt? – Ja das habe ich ja nicht zu vertreten…“ Mit einem verzweifelten Blick zu mir:

„Genau – und wenn Sie das Rezept haben, kommen Sie hierher – Ja, ich bin die ganze Nacht dienstbereit… - Bitte! – Gerne!“

 

Ehe er mich nach meiner Begehr fragen konnte, entfuhr es mir: „Aha, das war bestimmt ein ganz eiliger Notfall, gell? Da war für „das Kondom vorher“ sicher keine Zeit mehr…“