An meinen Lehrer

Ich war nicht einer deiner guten Jungen.

An meinem Jugendtrotz ist mancher Rat

Und manches wohlgedachte Wort zersprungen.

Nun sieht der Mann, was einst der Knabe tat.

 

Doch hast du, alter Meister, nicht vergebens

An meinem Bau geformt und dich gemüht.

Du hast die besten Werte meines Lebens

Mit heißen Worten mir ins Herz geglüht.

 

Verzeih, wenn ich das Alte nicht bereue.

Ich will mich heut wie einst vor dir nicht bücken.

Doch möcht ich dir für deine Lehrertreue

nur einmal dankbar, stumm die Hände drücken.