Auferstanden aus Ruinen

 

Als "Elbflorenz" ich erstmals sah,
da war den Tränen ich ganz nah.
Die Semper-Oper half da nicht,
auch nicht des Zwingers schön´ Gesicht.

Mitten in Dresden noch viel Trümmer,
die Frauenkirche ein Fragment.
Nur Luther, standhaft wie fast immer,
schaut steinern von dem Postament.
 
Wo sind die schön-barocken Bauten
und wo der "Canaletto-Blick"?
Fand wenige, die sich schon trauten,
zu üben am Regime Kritik.
 
Es sind schon mehr als vierzig Jahre,
dass Dresden mich nicht mehr ließ los.
Ich las und fragte viele Male,
weshalb fesselt die Stadt mich bloß?
 
Mehrfach bin ich dann hingefahren
in diese Stadt, so oft es ging.
Von Mal zu Mal war zu erahnen,
die Stadt wird ein gar herrlich Ding.
 
Siehst Dresden heute du, so prächtig,
staunst du, dass Märchen werden wahr.
Die Frauenkirche, schön und mächtig,
ergänzt das Stadtbild wunderbar.

Du kannst dich gar nicht satt dran sehen,
was in der Elbe-Stadt geschehen.
Dresden, sagt man mit stolzen Mienen,
ist auferstanden aus Ruinen!

Copyright by  13.11. 2007