Eisherbst


Entblättert Bäume nun und Strauch,

verfroren Gras und Erde.

Des Herbstes todeskalter Hauch

will, dass gestorben werde.

 

Verschlafen Bach und Ströme fließen

durch Wiese und durch Heide.

Kein frühlingshaftes Sichergießen,

kein Grund zu Lust und Freude.

Todesgesang von Wald und Flur,

schwarz-grau die Silhouetten

der Lebenszeugen der Natur

im Land und auch in Städten.

Kein Vogellaut zu hören ist

in dieser Geisterstille,

nur Grau in Grau und Trist in Trist.

Hier herrscht ein höherer Wille.

 

Der Herbst ist da, drohend und kalt,

der Winter kommen will.

All Leben schweigt und machet halt -

und er, der Mensch, wird still.