Markentreu

Freund Peter, das ist nicht ganz neu,

ist schon seit Jahren markentreu.

Als gut bezahlter Werbemann

er sich das auch erlauben kann.

 

Niemals sitzt er auf hohem Ross,

doch ist sein Anzug meist von Boss.

Nur hin und wieder ist es so,

dass nur Brioni ihn macht froh.

Von Joop muss dann der Gürtel sein,

weil edel, stilvoll und so fein!

 

Im Tennis- oder Golfverein

führt´ er im Bogner-Dress sich ein.

Die Rolex-Uhr ist nicht mein Fall.

Doch Peter trägt sie überall.

Louis Vuittonmacht seine Taschen,

auch Prada ist mal zu erhaschen.

 

Egal, ob Hitze oder Frost,

beim Joggen trägt er meist Lacoste.

Nur hin und wieder, dann und wann,

zieht er Ralph Laurens Polos an.

Er unterschreibt nur elegant,

wenn auch sein Montblanc ist zur Hand.

 

Ein Burberry hängt stets bereit

für warme und für kalte Zeit.

Das Schuhwerk zeigt, wer Gentleman …

Darum ist auch von Church er Fan.

Zwei Autos hat der brave Mann,

obwohl er eins nur fahren kann.

 

Einst war ein Daimler sein Niveau,

heut machen andre Marken froh.

Auf langer Strecke ist bequem

sein BMW. Und angenehm!

Der Mini ist gut für die Stadt,

weil `s Parken einfach er dann hat.

 

Van Laackist erste Hemden-Wahl,

in allen Farben, ohne Zahl.

Er wird Krawatten-Fetischist,

wenn die von Hermès, Edsor ist.

Und spürt er irgendwo ein Zieh´n,

nimmt er sogleich ein Aspirin.

 

Doch eins ist wichtig, ganz genau,

er liebt noch immer seine Frau.

Auch hier ist Peter markentreu,

obwohl Maria nicht ganz neu.

Für ihn kauft sie Armani-Duft,

weil dieser langsam nur verpufft.

 

Und er – so einfach sind die Dinge –

kauft von Cartier ihr schöne Ringe.

Ihr seht, der Peter ist ein Mann,

der markentreu und nett sein kann!