Perplex im Central Park

Wenn die Luftfeuchtigkeit in New York City auf über 90 Prozent steigt und die 30°C- Marke gerissen wird, ist selbst ein kurzer Besuch oder Spaziergang im riesigen Central  Parks nicht unbedingt ein vollkommener Genuss, obwohl wir dachten:

 

 

Den Central Park einmal besuchen,

ist für Touristen stets ein Muss.

Natürlich wollten wir ihn sehen

nach langer Reise ganz zum Schluss.

 

Du wirst erschlagen von der Größe,

bist von der Schönheit fasziniert.

Ein Paradies mit schmucken Seen ...

Dich diese Pracht gleich inspiriert.

 

Doch war ’s zum Laufen viel zu schwül

durch New Yorks grünen, schönen Park.

Drum zogen wir auch ins Kalkül,

dass uns ein Mann fährt, jung und stark.

 

Ein Rikscha-Fahrer sprach uns an,

wollt’ gerne unser Führer sein.

Wir nahmen die Offerte an.

Das war perfekt im Nachhinein.

 

Rund eineinhalb Stunden fuhr er mit uns durch den größten Park von New York, erläuterte uns während der Fahrt, warum dieser Central Park hieß. Und dann zeigte  er uns das Symbol der zentralen Mitte von Manhattan. Dabei erzählte er, welche amerikanischen Persönlichkeiten in den unterschiedlichen Häusern rund um diesen herrlichen Park heute leben oder einmal gewohnt hatten. Viele dieser Menschen, Politiker und Stars von Bühne, Film und Fernsehen, wurden vor unserem geistigen Auge lebendig.

 

Dann irgendwann fragte der Mann,

aus welchem Land wir beide kämen?

Er stamme aus Tadschikistan,

das wolle er noch stolz erwähnen.

 

Als wir ihm sagten Germany,

stand ihm gleich Freude im Gesicht.

„Ich kenn Ihr Land nicht, irgendwie

erscheint es mir wie ein Gedicht!“

 

Dann sagte uns der junge Mann,

dass er vom deutschen Fußball schwärmt.

Er sah die Bayern irgendwann,

auch Dortmund Stil ihn sehr erwärmt.

 

„Und welchem Club gehört Ihr Herz,

den lieben Sie in Freud und Schmerz?“

Wir sagten, dass es Bayer sei,

in Deutschland nun die Nummer Drei.

 

 

Als er das hörte, sprudelten die Spielernamen von Bayer 04 Leverkusen nur so aus ihm  heraus: Leno, Bender, Castro, Rolfes, Kießling ... Der junge Mann war nicht nur begeistert vom deutschen Bundesliga-Fußball, sondern ein wahrer Kenner der Szene. Nahezu alle Stars waren ihm vertraut. Und wir sehr überrascht, dass dieser freundliche und in New York lebende Mann aus dem fernen Tadschikistan uns die Tour durch den Central Park zu einem besonderen Erlebnis machte.