x-mal

X. Müller, nun - man glaubt es kaum,

war jahrelang stark wie ein Baum.

 

Die Frauen waren seine Welt,

und er bekam sie mit viel Geld.

X Kleider kaufte er den Schönen

und ließ sich liebend gern verwöhnen.

X-mal war er da schon geschieden,

dabei wollt´ er nur eine lieben,

so wie Freund Meier, der Charmeur,

liebt noch die erste ja so sehr.

X-fach beeindruckt´ generös

er Frauen mit seinen Sportcoupés.

Mit Porsche, Daimler, Jaguar,

er überall zu finden war.

 

Nie war er ernsthaft krank im Leben,

doch plötzlich hieß es, Acht zu geben.

Denn nach Besuch bei X Doktoren,

hat seine Kraft er flugs verloren.


"Herr Müller, woll´n Sie Zukunft haben,

dann nicht mehr an den Frauen laben.

Ich rate nur, das wissen Sie,
Gesundheit geht nun mal perdu.

Versuchen Sie ein neues Leben,

ein ernster Anlass ist gegeben.

Vergessen Sie auch jede Spur

von Bier, von Rum und Whisky pur.

Auch Kaffeetrinken ist zu meiden,

das all vergrößert nur Ihr Leiden.


Ihr Krankheitsbild schließt ganz klar aus,

dass sportlich-fesch Sie fahr´n hinaus.

Und bei Arthrose in Gelenken

ist ans Coupé fahren nicht zu denken.

Sie sollten schon bequemer reisen,

So ein X 5 wär´ da zu preisen.
Doch besser, als fahren und saufen,
wäre viel Walking oder Laufen."


Gedankenvoll ging er nach Haus
und packte X Tabletten aus.

"Mein Gott, wo führt das alles hin,

hat Leben überhaupt noch Sinn?",

so fragt´ er sich, x-mal, nicht heiter.

Denn schließlich wusste er nicht weiter,

als X Infarkte, die dann kamen,

ihm noch die letzte Hoffnung nahmen.

 

X. Müller, nun - ich sag ´s  geschwind,

ist einsam heut´, schwach wie ein Kind.