Seifenblasenflug

 

Mich stört heut’ meine Dichternase,

drum schnapp’ ich mir ein Laugenfass.

Tauch’ ein ... in eine Seifenblase,

sanft eingehüllt – genieß’ ich das.

 

Ich fliege über Wünsch-Mir-Berge

und stups’ den Regenbogen an.

Die Nöte sind nun kleine Zwerge,

die ich beim Flug belächeln kann.

 

In dieser Wohlfühl–Traumglanz-Hülle

schweb’ ich dann über allem Sein.

Von dort, weit oben, wird die Fülle

gestauter Sorgen richtig klein. 

 

Komm und probier’ auch du das Fliegen!

Vergiss was quält - dein wundes Herz.

Lass’ Angst und Schmerz am Boden liegen

und richt’ dein Auge himmelwärts!

 

© U.W. Januar 2011