Wiederkehr

 

Ein Schmetterling am Wegesrand...

fängt letzte Sommerträume ein.

Gleich setzt er sich auf deine Hand,

du bist für ihn - wie Sonnenschein.

 

So schillernd bunt, das Seidenkleid,

die Flügel schwingen himmelwärts.

In dieser Herbst erwachten Zeit,

da glüht auch jenes Falterherz.

 

Er kitzelt deine weiche Haut.

Es scheint, ihm läge fern die Angst.

Die Liebe ist’s – die blind vertraut

und stillt, was du vom Glück verlangst.

 

Genieße den Moment im Hier.

Der Winter stellt sein kaltes Bein  

ganz unbemerkt schon in die Tür,

der Schmetterling wird nicht mehr sein...

 

Doch geht auch diese Zeit verlor’n,

der Kälte Hauch nicht ewig währt.

Im Frühling wird er neu gebor’n,

weil Sehnsucht immer wiederkehrt.

 

© U.W. Oktober 2011